Amerikaner in Hessen – Eine besondere Beziehung im Wandel der Zeit

Wanderausstellung
Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt am Main (11. November 2009-Januar 2010)
Wetterau-Museum Friedberg (12. August bis 11. Oktober 2009)
Vonderau Museum, Fulda (24. April bis 28. Juni 2009)

Sonderausstellung
Historisches Museum Hanau Schloss Philippsruhe (22. November 2008
bis 29. März 2009)

Auftraggeber: Stadt Hanau

Über sechzig Jahre lang lebten in vielen hessischen Städten Amerikaner und Deutsche Tür an Tür. Ende 2008 schlossen (Wiesbaden ausgenommen) die letzten US-Stützpunkte ihre Tore – auch in Hanau, einst eine der größten Garnisonen Hessens.

Die landesweit einmalige Ausstellung dokumentiert ein wichtiges Stück hessischer Zeitgeschichte. Im Mittelpunkt steht die Frage nach den Beziehungen zwischen Hessen und Amerikanern mit ihren Licht- und Schattenseiten. Denn nicht alles, was die Vereinigten Staaten politisch und militärisch unternahmen, stieß immer auf die ungeteilte Zustimmung der hessischen Bevölkerung.

Sieben Themenschwerpunkte spannen den Bogen vom Einmarsch der Amerikaner im Frühjahr 1945 bis zur aktuellen Debatte um die zivile Nutzung der freigewordenen Militärareale.

Zu den rund 1000 Exponaten zählen Fotos, Dokumente, Broschüren, Plakate, Uniformen, Mobiliar und Gebrauchsgegenstände sowie persönliche Erinnerungsstücke. Eine Rarität sind die dekorativen Verbots-, Warn- und Hinweisschilder der US-Armee, die sich heute in großer Zahl im Besitz des Historischen Museums Hanau Schloss Philippsruhe befinden.

Das Begleitbuch ist prall gefüllt mit zahlreichen, bisher unveröffentlichten Fotos, ergänzt durch persönliche Erinnerungen von Zeitzeugen. Sieben Essays von Mathias Friedel, Andreas Hedwig, Volker Koop, Wolfgang Krieger, Kaspar Maase, Daniel Siebert und KD Wolff vertiefen politische, soziale und kulturelle Themen der Ausstellung, darunter Rock’n’Roll und Jazz in Rhein-Main, Teenagerkultur, Vietnamprotest oder die Stationierungspolitik der USA im Kalten Krieg.
ISBN 978-3-937774-65-7, www.cocon-verlag.de

Gefördert von der Hessischen Kulturstiftung, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, der Landesbank Hessen-Thüringen und der Stiftung der Sparkasse Hanau.

Pressestimmen

„Der Rundgang durch die sieben Räume, die Kuratorin Gundula Bavendamm mit ihrem Mitarbeiter Torsten Halsey als Themenräume konzipiert hat, lässt den Zeitzeugen sofort (…) eintauchen in eine Zeit, die ihren Charme erst im Rückblick so richtig entfaltet.“ (Frankfurter Rundschau)

„Sie schickt die Besucher zwischen der verknautschten Lucky-Strike-Packung vom Schwarzmarkt, den 1948er-Transportkisten für die D-Mark und einem Barber Shop durchs Wechselbad der Gefühle (…) Unvergessliche Bilder zum Kennedy-Besuch kontrastieren mit Arsenalen todbringender Raketen.“ (Offenbach Post)

„Viel Gelächter gab es während der Familienmatinée in der Original-Frisierecke, in der sich einst die Rock’n-Roll-Legende Elvis Presley in der Wetterau die Haare hatte kürzen lassen. Kinder und Erwachsene ließen sich in extra herbeigeschafften Kostümen für ein leicht skurriles Erinnerungsfoto als Marilyn, Elvis oder Indianer ablichten.“ (Frankfurter Rundschau).

Links

Städtische Informationsseite zur Ausstellung:
www.Amerikaner-in-Hessen.de

 

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