Globalisierung 2.0

Wanderausstellung
Museum für Kommunikation, Nürnberg (2. April bis 30. August 2009)
Museum für Kommunikation, Hamburg (17. April 2008 bis 1. März 2009)
Museum für Kommunikation, Berlin (12. Oktober 2007 bis 10. Februar 2008)

Sonderausstellung
Museum für Kommunikation, Frankfurt (15. März bis 2. September 2007)

In der Softwarebranche bezeichnet der numerische Zusatz eine neue Entwicklungsstufe. Die Erfindung ist gemacht, es folgt die erste Überarbeitung. Dass wir in einer globalisierten Welt leben, ist offenkundig. Es gilt, Zwischenbilanz zu ziehen und nach der weiteren Entwicklung, der Phase 2.0 zu fragen.

Die Ausstellung lädt zu einer differenzierten Betrachtung ein und benennt die historischen Voraussetzungen der weltweiten Verflechtung. Sie setzt auf die Kraft anschaulicher Beispiele, die zeigen, was Globalisierung im Alltag konkret bedeutet und wie sie funktioniert. Die verschiedenen Themen – von weltweiten Produktions-, Logistik- und Versorgungsketten über global erfolgreiche Medienformate bis hin zur Klimaerwärmung und zur Aids-Epidemie – sind erstaundlich, faszinierend, lehrreich, auch bedrückend.

Zu sehen sind außerdem die Ergebnisse der Umfrage „Globalisierung gestalten | Designing Globalization“: Menschen aus aller Welt – vom Vorstandsvorsitzenden eines Global Players bis zum Rikschafahrer in Mumbai – haben Gegenstände geschickt, die sie ganz persönlich mit der Globalisierung verbinden: den Reifen einer Boeing 747, das Foto eines Supermarktes im Jemen, Wäscheetiketten aus unterschiedlichen Ländern bis hin zu einer chinesischen Wollhandkrabbe aus dem Hamburger Hafen.

Zur Ausstellung ist der Katalog „Globalisierung 2.0“ erschienen. Mit Beiträgen von John Allan, Norbert Bolz, Alfred Hirsch, Lenelis Kruse-Graumann, Claus Leggewie, Jürgen Osterhammel, Nikolaus Piper, Maria S. Rerrich, Pietra Rivoli und Philipp Schindera. ISBN 3-89904-253-0, www.editionbraus.de.

www.museumsstiftung.de

 

Pressestimmen

“Die Wege der Zahnbürste sind ein Zeichen jener Erscheinung, die man gemeinhin unter dem Stichwort Globalisierung zusammenfasst – ein Wort, das Karriere gemacht hat als Kampfbegriff, der vor allem die negativen Begleiterscheinungen weltumspannenden Handelns umfasst. Das Frankfurter Museum für Kommunikation ist einen Schritt weiter. An verschiedenen Schlagworten erläutert die Ausstellung sehr anschaulich die Folgen, und dabei meidet sie die reflexhafte Kritik – Globalisierung hat nicht nur Verlierer, sondern auch Gewinner.” (Darmstädter Echo)

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